Über Antigua
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Panoramablick über English Harbour (von
Shirley Hights gesehen)

Alle nachfolgenden Informationen über Antigua (und Barbuda) stammen aus der, wie wir meinen, fantastischen Enzyclopädie Wikipedia. Bitte beachten Sie die Quellenangaben am Ende dieser Seite!

 

Allgemeines

 

Die Inseln Antigua und Barbuda (das frühere Dulcina) bilden einen unabhängigen Inselstaat innerhalb des Commonwealth. Sie liegen zwischen dem Nordatlantik und der Karibik, südöstlich von Puerto Rico. Daneben existiert die unbewohnte Insel Redonda. Der Antillenstaat Antigua und Barbuda gehört zu den sogenannten Inseln über dem Winde. Er befindet sich zwischen der Karibik und dem Atlantischen Ozean, ca. 650 km südöstlich von Puerto Rico. Das insgesamt 442,6 km² grosse Staatsgebiet umfasst drei Inseln. Die grösste ist die 280 km² grosse Insel Antigua, auf der sich auch die Hauptstadt Saint John's befindet. Barbuda umfasst 161 km² und liegt 48 km nördlich von Antigua. 56 km südwestlich von Antigua befindet sich die nur 1,6 km² grosse unbewohnte Felseninsel Redonda. Die Küstenlinie des Inselstaates ist 153 km lang.

English Harbour - Nelson's Dockyard

 

 

Antigua and Barbuda - Fakten

 
Flagge von Antigua und Barbuda Wappen von Antigua und Barbuda
 
Wahlspruch : Each Endeavouring, All Achieving
( eng. , „Jeder strengt sich an, alle haben Erfolg“)

 
Amtssprache
  Englisch
Hauptstadt
  Saint John's
Staatsform
  Parlamentarische Demokratie , Konstitutionelle Monarchie
Staatsoberhaupt
  Königin Elisabeth II.

vertreten durch den Generalgouverneur Sir James Carlisle

Regierungschef
  Premierminister Baldwin Spencer
Fläche
  Antigua: 281 km²

Barbuda: 161 km²
gesamt: 442 km²

Einwohnerzahl
  69.108 (Quelle: CIA 2006)
Bevölkerungsdichte
  155,4 Einwohner pro km²
BIP/Einwohner
  11.270 US-$ (2005)
Währung
  1 Ostkaribischer Dollar = 100 Cents
Unabhängigkeit
  von Grossbritannien am 1. November 1981
Nationalhymne
  Fair Antigua, We Salute Thee
Zeitzone
  UTC -4 Stunden
Kfz-Kennzeichen
  AG
Internet-TLD
  .ag
Telefonvorwahl
  +1268

 

 

 
     

   
   

windmill

Alte Zuckermühle

 

18 Pfünder aus 1790

 

Hafenanlage Nelsons Dockyard

 

Geschichte

  • etwa ab 10.000 v.Chr.: Indianer vom Stamm der Siboney ("Steinmenschen") besiedeln die Inseln
  • bis 1200: Arawak-Indianer aus dem Orinoco-Gebiet verdrängen die Siboney
  • ca. 1200: Kariben aus Südamerika fallen ein und verbreiten sich
  • 1493: Entdeckung von Antigua durch Christoph Kolumbus
  • nach 1493: Die auf den Inseln lebenden Indianer werden von Spaniern zur Sklavenarbeit nach Hispaniola und in andere spanische Kolonien verschleppt. Ein Grossteil der Indianer stirbt innerhalb kurzer Zeit an den Folgen der Arbeit bzw. an Krankheiten.
  • etwa ab 1500: Spanier, Franzosen und Briten versuchen abwechselnd, jeder jedoch erfolglos, die Inseln dauerhaft zu besiedeln und in ihren Besitz zu bringen. Piraten nutzen die Inseln als Rückzugsort.
  • 1628: Barbuda gelangt in britischen Besitz. Bemühungen zur Besiedlung scheitern allerdings.
  • 1632: Antigua wird von St. Kitts und Nevis aus durch britische Siedler kolonisiert. Die Siedler bauen zunächst Tabak an. Saint John's wird als erste dauerhafte europäische Siedlung gegründet.
  • 1663: In Saint John's treffen die ersten Siedler aus England ein.
  • 1666: Auf Barbuda wird die erste dauerhafte Siedlung errichtet.
  • 1680: Weite Teile von Barbuda gehen in den Besitz der Familie Codrington über, die hier den nach ihnen benannten Ort als Verwaltungszentrum anlegt.
  • 1685: Auf den Inseln werden Zuckerrohrplantagen angelegt. Ein Grossteil der Arbeit wird von afrikanischen Sklaven verrichtet.
  • 1784: Admiral Horatio Nelson baut auf Antigua einen britischen Flottenstützpunkt auf. Aufgrund des sturmsicheren Hafens wird English Harbour zum Hauptquartier der auf den Antillen stationierten Flotte ausgebaut. Die Flottenpräsenz vertreibt die letzten Piraten.
  • 1834: Die Sklaverei wird abgeschafft. Den Plantagen geht die wirtschaftliche Basis verloren, was eine schwierige Phase des ökonomischen Abschwungs und der Umstrukturierung einleitet.
  • 1860: Antigua und Barbuda werden vereinigt
  • ab 1940: Unter der Führung des späteren Premierministers V.C.Bird formiert sich eine Unabhängigkeitsbewegung.
  • 1946: die Inseln erhalten ein eigenes Parlament
  • 1956: Antigua und Barbuda werden eigenständige Kolonie
  • 1958 bis 1962: Provinz der Westindischen Föderation
  • 1967: Die Inseln treten der Gruppe der Westindischen Assoziierten Staaten bei. Sie erlangen die vollständige innenpolitische Autonomie, aussenpolitische Belange werden von Grossbritannien wahrgenommen.
  • Mai 1968: Antigua und Barbuda wird Mitglied der Caribbean Free Trade Association (CARIFTA).
  • 1972: Die jahrhundertelang dominierende Zuckerrohrwirtschaft wird eingestellt.
  • 1. November 1981: Die Inseln erlangen die Unabhängigkeit von Grossbritannien.
   
   

 

   
   


Politik

Antigua und Barbuda ist seit 1981 eine zum Commonwealth of Nations gehörende Konstitutionelle Monarchie. Das politische System orientiert sich in seinem Aufbau am britischen Vorbild.

Exekutive: Staatsoberhaupt ist der Monarch des Vereinigten Königreiches, derzeit also Königin Elizabeth II.. Auf den Inseln selbst wird sie von einem Generalgouverneur vertreten. Dieses Amt wird seit dem 10. Juni 1993 von Sir James Beethoven Carlisle ausgeüübt. Die eigentliche Regierungsmacht liegt aber beim Premierminister, der sich auf die Mehrheit der Abgeordneten im Repräsentantenhaus stützt. Das Amt des Premiers hatte zwischen 1967-71 sowie 1976-94 Vere Cornwall Bird und zwischen 1994 und 2004 Lester Bird inne. Seit 2004 ist Baldwin Spencer amtierender Premierminister und zugleich Aussenminister. Aus den Reihen des Parlamentes ernennt der Premierminister die Mitglieder seiner Regierung, die derzeit 16 Minister umfasst. Im Gegensatz zum Vereinigten Königreich besitzt Antigua und Barbuda eine geschriebene Verfassung.

Legislative: Das seit 1946 bestehende Parlament besteht aus zwei Kammern: einem Repräsentantenhaus und einem Senat mit je 17 Sitzen. Während die Mitglieder des Senates vom Generalgouverneur ernannt werden, erfolgt die Bestimmung der Mitglieder des Repräsentantenhauses in Wahlen, die aller fünf Jahre stattfinden. Die letzten Wahlen fanden am 23. März 2004 statt. Aus ihnen ging die "Vereinigte Fortschrittspartei" (United Progressive Party UPP) als Sieger hervor. Sie hält 12 Sitze und stellt den Premierminister. Weitere vier Sitze entfallenen auf die "Arbeitspartei" (Antigua Labour Party ALP) und einen Sitz hat die "Bewegung der Einwohner Barbudas" (Barbuda People`s Movement BPM) inne.

   
         
   


Klima

Das Klima von Antigua und Barbuda ist tropisch. Die Temperaturen erreichen im Monatsmittel Werte von 22 (Dezember - Februar) bis 30 °C (Juni - September). Mit einem mittleren Jahresniederschlag von 900 bis 1.000 mm ist es für karibische Verhältnisse relativ trocken. Die meisten Niederschläge fallen zwischen September und November. Im Sommer (Juli - Oktober) besteht die Gefahr des Auftretens von tropischen Wirbelstürmen.

Geologie und Geomorphologie

Auch wenn die Hauptinsel Antigua vor allen aus Kalkformationen aufgebaut ist, geht sie auf einen vor etwa 34 Mill. Jahren im Südwesten der Insel ausgebrochenen unterseeischen Vulkan zurück. Durch das Wachstum von Korallen breiteten sich Kalkablagerungen in Richtung Nordosten aus. Der höchste Punkt der Insel und zugleich des Inselstaates ist der 402 m hohe Boggy Peak. Er ist der Rest des Vulkankraters im Südwesten Antiguas. Auch Barbuda ist vulkanischen Ursprungs. Der höchste Punkt der noch weitgehend unberührten und naturbelassenen Koralleninsel ragt allerdings nur 44,5 m aus dem Meer empor. Die Küstenlinien der beiden Hauptinseln sind überaus reich gegliedert. Sie verfügen über eine Reihe von Stränden, Lagunen und zahlreichen natürlichen Häfen (Buchten). Umgeben sind die Inseln von einer Reihe von Korallenriffen und Untiefen. Die kleine Felseninsel Redonda ist der Rest eines 296 m hohen erloschenen Vulkans.

   
         
   

Lage

Der Antillenstaat Antigua und Barbuda gehört zu den sogenannten Inseln über dem Winde. Er befindet sich zwischen der Karibik und dem Atlantischen Ozean, ca. 650 km südöstlich von Puerto Rico. Das insgesamt 442,6 km² grosse Staatsgebiet umfasst drei Inseln. Die grösste ist die 280 km² grosse Insel Antigua, auf der sich auch die Hauptstadt Saint John's befindet. Barbuda umfasst 161 km² und liegt 48 km nördlich von Antigua. 56 km südwestlich von Antigua befindet sich die nur 1,6 km² grosse unbewohnte Felseninsel Redonda. Die Küstenlinie des Inselstaates ist 153 km lang.

   
         
   

Wirtschaft



Mehr als die Hälfte des Bruttonationaleinkommens von Antigua entspringt dem Tourismus. Schwache Touristenströme seit Anfang 2000 bremsten allerdings die Wirtschaft und drängte die Regierung in eine strikte Steuerpolitik. Die Landwirtschaft des 2-Inselstaates ist auf die lokale Versorgung ausgelegt und wird durch die eingeschränkte Wasserversorgung und Arbeitskräftemangel wegen der Abwanderung der Landarbeiter zu besser bezahlten Arbeiten - wie der Tourismusbranche oder dem Baugewerbe - stark beeinträchtigt.

Die Produktion landesspezifischer Waren, wie handwerklicher Produkte, Bettwäsche und elektronische Komponenten, werden hauptsächlich für den Export hergestellt. Mittelfristige Wachstumprognosen verbinden die Wirtschaft Antiguas direkt mit dem Wachstum der Industriestaaten, da dies indirekt Einfluss auf etwa ein Drittel der Einnahmes im Tourismus nimmt.

   
         
   

Demographics

Die meisten Einwohner Antiguas sind Nachkommen der früher auf den Zuckerplantagen arbeitenden schwarzen Sklaven sowie Mischungen aus Schwarzen und Weissen - vornehmlich britischer Abstammung. Aber auch Europäische Gruppen wie zB Iren, Briten und eine portugiesische Minderheit sind auf Antigua zu finden. Weitere Minderheiten arabischer (Syrer, Libanesen und Palästinenser sowie sephardische Juden) und spanischer Herkunft (wie Dominikaner, Guyanesen und Jamaikaner) runden den Bewohnermix ab.

Eine grosse, ständig steigende Anzahl Antiguaner lebt inzwischen ausserhalb der Heimat, hauptsächlich in den USA, Kanada und Grossbritannien.

Beinahe 98% der Antiguaner sind Christen, davon bilden mit etwa 44% Anhänger der Anglikanischen Kirche die Mehrheit. Als zweitgrösste Glaubensgemeinschaft gelten die katholischen Christen. Kleinere Religionsgruppen werden von den Zeugen Jehovas, Methodisten, Moravianer, Pentecostals und Seventh-Day Adventists. Nicht Christliche Religionen sind u.a. Rastafari, Islamisten, Juden und Bahaia.

   
   
 
   
   

   
   

Antiguan Creole (Dialekt)

Verbreitete Sprachen sind Englisch (Amtssprache) und eine auf diesem basierende Kreolsprache. In ethnischer Hinsicht besteht die Bevölkerung zu 91,3 % aus Schwarzafrikanern und zu 3,7 % aus Mischlingen. Daneben gibt es Europäer und Asiaten.



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Bibliographic details for "Antigua and Barbuda"

   
         
         
         
    ° Antigua Karibik ° Landhäuser mit Selbstversorgung ° Veranstaltungs- und Hochzeits-Arrangements °    
       
         
         
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